Rückblick 2013

Rückblick auf den 16. Tag gegen Lärm

Am 24. April 2013 fand zum 16. Mal der „Tag gegen Lärm - International Noise Awareness Day“ statt.

Über 170 Aktionen bundesweit gesteuert vor allem durch Bürgerinnen und Bürger, Schulen, und die Hörakustik und Hörhilfen machten den Tag zu einem Ereignis, das auch von der Presse maßgeblich unterstützt wurde.

Unsere Presserecherche „Tag gegen Lärm 2013“ in Spotlights:

Das Presseecho für den Tag gegen Lärm war hervorragend und bleibt damit auf dem seit einigen Jahren bundesweit hohen Niveau. Die Berichterstattung fand in fast allen Bundesländern gleichermaßen umfangreich statt.
Die mit Abstand am häufigsten in der Presse aufgegriffenen Agenturmeldungen waren:

  • „Ungesunder Lärm: Vielen Jugendlichen droht später Hörgerät“ (dpa)

  • „Tag des Lärms: In Ballungsräumen hört man schlechter“ (dpa)

  • „Lärm im Büro: Informationsfetzen stören die Konzentration“ (dpa) bzw.

  • „Moderater Lärm macht uns kreativer“ (dpa/dmn)

Folgende weitere Agenturmeldungen, die das Stichwort „Tag gegen Lärm“ aufweisen, sind:

  • „Stressfaktor Lärm: Kinder schützen, Betreuer entlasten. Internationaler Tag gegen Lärm rückt Thema ins Bewusstsein“ (sid)

  • „Am 24. April: Tag gegen Lärm“ (dpa), dpa-Hintergrund-Infobox

  • „Tag gegen den Lärm am 24. April 2013 – die Hörexperten der Fördergemeinschaft Gutes Hören raten zu vorsorglicher Beratung, Gehörschutz und kostenlosen Hörtests beim Partnerakustiker“ (epd)

Weitere Agenturmeldungen am 24.04.2013, die zwar nicht explizit das Stichwort „Tag gegen Lärm“ enthielten, aber dennoch das Thema „Lärm“ zum Inhalt hatten, waren:

  • „Bund und Länder einig über Abschaffung des Schienenbonus – Privileg bei Lärm-schutz-Grenzwerten entfällt ab 2015“ (afp)

  • „ACE: Lärmschutz forcieren“ (afp)

Die Berichterstattung über regionale Aktionen an lokalen „Lärmbrennpunkten“ (Flughäfen, Bahntrassen, Autobahnen) war ebenso vielfältig. Typisches Beispiel einer Überschrift aus der Westdeutschen Zeitung: „Tag des Lärms: Anwohner kämpfen gegen Lärm“. Die Aktionen selbst und deren Berichterstattung ähneln denen der Vorjahre: Anwohner treffen sich z.B. zu Aktionen an lauten Straßenkreuzungen, messen den vorhandenen Schallpegel, machen die Öffentlichkeit über die Presse auf die Problematik aufmerksam und fordern von der zuständigen Behörde Schallschutzmaßnahmen in Form von Lärmschutzwänden, Verkehrs-beschränkungen o.ä.

Das diesjährige Motto „ruhig bleiben?“ wurde in den Agenturmeldungen viel zitiert und dann auch von der Presse häufig eingebracht.
In Rundfunk und Fernsehen konnten Beiträge zum Tag gegen Lärm in ARD, ZDF, BR, rbb, wdr, hr, mdr, n24, n-tv, Kulturradio und im ARDtext zu den Hauptsendezeiten nachgewiesen werden.

Beispiele aus Funk- und Fernsehen waren:

  • „Krankmacher Lärm: Kinder gefährdet“, zdf

  • „Störender Umgebungslärm erreicht uns täglich. Welcher Lärm stört denn die Deutschen am meisten?“, aus: heute 19 Uhr, zdf

  • „Lärm ist überall und vor allem Kinder wissen oft nicht, welcher Gefahr sie sich damit aussetzen - wenn sie etwa laut Musik hören. Denn ist das Ohr erst einmal geschädigt, erholt es sich nicht mehr.“, aus: heute 19 Uhr, zdf, (ausführlicher Bericht über die Aktion im DIN)

  • „Du sollst nicht lärmen! Zum internationalen Tag gegen Lärm“, aus: Kulturradio am Morgen, Kulturradio

  • „Tag gegen Lärm – Altenstadter sorgen sich um zukünftigen Bahnlärm“, aus: regionalZeit Franken, BR Bayern 2

  • „Hören, was in Stadt und Land passiert“, aus: regionalZeit Franken, BR Bayern 2

  • „Tagesthema: Internationaler Tag gegen Lärm“, rbb Fernsehen

  • „Internationaler Tag gegen Lärm“, aus: zibb, rbb Fernsehen

  • „Tag des Lärms“, aus: alle wetter!, hr-Fernsehen

  • „Tag gegen den Lärm“, aus: Hessenschau, hr-Fernsehen

  • „Wenn der Lärm zur Last wird“, hr-Thementag mit einem Beitrag über „den vielleicht leisesten und lautesten Ort Hessens“ in hr1, Bericht über das Infozentrum „Lärmhaus“ in Kelsterbach in hr3, Bahnlärm im Mittelrheintal und Lärmlabor in Dieburg in hr4. Ein hessenschau-Reporter berichtet im hr-fernsehen über eine Nacht direkt neben einer Bahnstrecke.

  • „Tag des Lärms – Wie viel Krach ist erlaubt?“, mdr

  • „Tag gegen Lärm – Viele Jugendliche riskieren ihr Gehör“, n24

  • „Tag gegen Lärm – 80 Prozent sind oft genervt“, n24

  • „Ungesunder Lärm – Vielen Jugendlichen droht Hörgerät“, n-tv

  • „Lärm im Büro – Informationsfetzen stören die Konzentration“, n-tv

Im Internet sind zum „Tag gegen Lärm“ Seiten von kaum zu zählenden Organisationen zu finden, allerdings mit je nach Suchmaske unterschiedlichen Trends der Trefferhäufigkeit. Bei Google wird auf die Eingabe „Tag gegen Lärm“ mit „ungefähr 125.000“ Treffern geantwortet (-188.000 gegenüber Vorjahr), mit ungefähr 26.000 (-14.100) für „Tag des Lärms“ und mit 257.000 Treffern (+183.100) für „Tag gegen den Lärm“. Die Suche nach Seiten, die „International Noise Awareness Day“ enthalten, aber nicht „Tag gegen Lärm“, liefert ca. 24.300 (+15.500) Treffer. Die Suchmaske „Tag gegen Lärm“+“24.04.2013“ liefert ca. 9.530 Treffer.

Unter dem Stichwort „Lärm“ findet sich im Internet bei Wikipedia ein Hinweis auf den Tag gegen Lärm sowie in diesem Zusammenhang einen Link zum DEGA-Eintrag bei Wikipedia.

Besondere Aktionen:

Pressekonferenz am 23. April 2013: Auf der Pressekonferenz waren UBA, VCD, BG Bau, DIN und ALD vertreten. Neben den wichtigen Verlautbarungen zur Schallbelastung wurden auf der Pressekonferenz der „Lärmkoffer“ sowie die Broschüre „Lärmdetektive - dem Schall auf der Spur“ gemeinsam von Prof. Dr. Schulte-Fortkamp (Aktionsleiterin) und Herrn Zymnossek (DIN) der Oberschulrätin Frau Manuela Seidel-Nick, Leiterin des Referates I 09 „Schulaufsicht Region Treptow-Köpenick“ symbolisch übergeben. Mit dem Lärmkoffer werden Messgeräte, Ohrmodell, Stimmgabeln und Unterrichtseinheiten mit Experimentier- und Bastelanleitungen zur Beurteilung von Schall für Schüler/innen und Lehrer/innen zur Verfügung gestellt. Als Lärmdetektive können die Schüler/innen den Schall aufspüren und verfolgen bis hin zur Messung des eigenen MP3-Players.

Im Rahmen der Veranstaltung „Kinder machen einen Hörführerschein“ im DIN mit 160 Kindern aus 8 Berliner Schulen erhielten dann 24. April 2013 die beteiligten Schulen jeweils einen Lärmkoffer, mit dem sie bis zum nächsten Tag gegen Lärm 2014 arbeiten können. Am nächsten Tag gegen Lärm 2014 werden dann die Schüler/innen und Lehrer/innen über ihre Erfahrungen und Projekte mit dem Lärmkoffer berichten, und zwar im Rahmen der bundesweiten Pressekonferenz. Die Lärmkoffer werden dann an andere Schulen weitergereicht.
Nähere Informationen zum Lärmkoffer: „Lärmdetektive – Dem Schall auf der Spur“ erhalten Sie unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und im Informations- und Geschäftszentrum des ALD.

Über die Lärmspaziergänge zum Tag gegen Lärm wird gesondert berichtet (siehe hier).

Ich möchte allen Akteurinnen und Akteuren für den Tag gegen Lärm danken, ebenso den Förderern und Sponsoren. Ein besonderer Dank geht an Frau Preuß-Bayer, ohne die der Tag gegen Lärm in München gar nicht denkbar wäre. Natürlich geht ein weiteres herzliches Danke an das Informations- und Geschäftszentrum des Arbeitsrings Lärm der DEGA!

Und: der nächste Tag gegen Lärm kommt bestimmt!

Berlin, Juni 2013

Brigitte Schulte-Fortkamp

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